Sie befinden sich hier:

Home > Dorfleben > Ehrenbürger > Hochw. Pfarrer Markus Küer

Ehrenbürger Hochw. Pfarrer Markus Küer

Ehrenbürger Hochw. Pfarrer Markus Küer

Markus Küer wurde am 14.04.1933 in Lappach in der Gemeinde Mühlwald geboren, studierte nach dem Besuch der Volksschule in Lappach am Vinzentinum in Brixen und besuchte dort das Priesterseminar und wurde vor 50 Jahren im Dom zu Brixen zum Priester geweiht.

Bevor er vor 20 Jahren als Pfarrer nach St. Johann/Ahrntal kam, waren folgende Pfarreien Stätten seines priesterlichen Wirkens:
1960-61 Kooperator in Terenten und aushilfsweise in Mauls
1961-69 Kooperator in Bruneck
1969-73 Kooperator in Bozen unter Dekan Josef Rier
1973-89 Pfarrer in Sexten
ab 1989 Pfarrer in St. Johann

20 Jahre lang wirkte Pfarrer Markus Küer als Pfarrer von St. Johann, wurde aber schnell Bezugspunkt, Ansprechpartner und Vertrauensperson für viele Menschen aus dem ganzen Ahrntal.
Sein Priesteramt empfand er stets als ein Geschenk und eine Gnade, die von oben kommen, als eine Auszeichnung und eine Berufung, aber auch als Auftrag für ein Bemühen und Wirken Tag für Tag, in schweren und schönen Zeiten, als einen Weg, der immer ein Ziel hatte: im Auftrag dessen, der die Kraft und die Zeit gibt, den Dienst an den Menschen zu tun.
Pfarrer Martin Küer war allen, die ihm anvertraut waren, ein verständnisvoller Diener, ein guter Hirte und ein priesterlicher Freund. Ihn zeichnen aus Bescheidenheit, Offenheit und Ausgeglichenheit, Fröhlichkeit und eine stetige positive Ausstrahlung, eine stark ausgeprägte Fähigkeit, auf die Menschen zuzugehen, ihre Freuden zu teilen, ihnen Trost zu spenden, wenn sie Zuspruch brauchen, seelisches Leid zu lindern und für die anstehenden Probleme Lösungen zu suchen und auf drängende Fragen passende Antworten zu geben.
Pfarrer Markus Küer findet bei der Verkündigung des Wortes Gottes und bei den verschiedenen Anlässen immer treffende und passende Worte, spricht in überzeugenden Gleichnissen und Bildern und erreicht mit seiner Persönlichkeit die Herzen der Menschen, in seinen Vorträgen in und außerhalb des Ahrntales kommt er in Kontakt mit vielen Menschen, insbesondere mit der Jugend.
Pfarrer Markus Küer findet Zugang zu allen Menschen, die ihm anvertraut sind: zu den Kindern und zu den Jugendlichen, zu den Familien, zu den Vereinen des Dorfes, mit denen er stets engen Kontakt pflegte und die er in das kirchliche und dörfliche Leben einbezog und zur Mitarbeit ermunterte.
Ganz besonders aber liegen ihm die älteren Menschen am Herzen. Pfarrer Markus Küer hat nicht nur 20 Jahre lang das Altenheim in St. Johann ohne jede Entschädigung als Präsident geleitet, sondern er war und ist für die Heimbewohner tagtäglich da, ließ ihnen in zahllosen Begegnungen Zuspruch und Aufmunterung zukommen, vermittelte Kraft und Mut und hat auch die Weichen gestellt für den Bau von Altenwohnungen und für die in die Zukunft weisenden Maßnahmen für das Altenheim.
Pfarrer Markus Küer versteht es besonders Trost zu spenden und Kraft zu vermitteln, wenn es um Situationen der Menschen geht, die ihre Existenz berühren.
Pfarrer Markus Küer ist nicht nur ein exzellenter Künder der Botschaft, ein weitblickender Brückenbauer, sondern ist ganz besonders mit der Natur verbunden und hat diesbezüglich viele Zeichen gesetzt: Bau des Besinnungsweges in St. Johann, Abhaltung von vielen Bergmessen, Teilnahme am Ahrner-Kreuzweg, Markus Küer war ein Pfarrer, der auch die baulichen Notwendigkeiten in der Pfarrei sah und vieles verbesserte an der Kirche, am Friedhof, bei der Kirche in St. Martin.
Insgesamt ein Glücksfall für St. Johann und für das Ahrntal, ein Mann des Wortes und der Tat, ständig bemüht um das Wohl seiner Pfarrgemeinde und um das Wohl der Menschen des ganzen Tales, der einen Satz aus seiner Primizpredigt, zu seinem Lebens- und Wirkungsmotto machte: die Gläubigen erwarten nicht hochgelehrte Priester, sondern Priester mit Herz. Er war und ist ein Priester mit Herz.
Für all das, was Pfarrer Markus Küer für St. Johann, für das Ahrntal und für seine Menschen getan hat, wird ihm die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Ahrntal verliehen als Zeichen einer tiefen Dankbarkeit, als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung mit dem Wunsch, dass er seine Tätigkeit als Seelsorger in St. Johann und im Ahrntal noch lange fortsetzen kann.